4.5.3 Ergebnisse der extrakorporalen Befruchtung
Insgesamt kann man also sagen,
dass Frauen, bei denen Embryonen in die Gebärmutter zurückgebracht
werden können, eine 20-30%ige Chance zur Erreichung einer Schwangerschaft
haben. Das heißt, dass bei jedem vierten bis fünften Embryotransfer
eine Schwangerschaft entsteht. Eine Frau, bei der die Zellteilung regelhaft
ist und bei der immer Embryonen in die Gebärmutter zurückgebracht
werden können, hat pro durchgeführter In-vitro-Fertilisation demnach
eine Chance von 25-35%, schwanger zu werden. Falls keine Schwangerschaft eintritt
und die IVF-Behandlung wiederholt wird, ist die gleiche Schwangerschaftschance
gegeben.
20- 25% der erreichten Schwangerschaften enden als Fehlgeburt. Ca. 4% sind Eileiterschwangerschaften.
Eine
generelle Altersgrenze sollte nicht eingehalten werden. Dennoch muss im aufklärenden
Gespräch deutlich darauf hingewiesen werden, dass die Schwangerschaftschancen
bei der 39 Jahre alten Frau niedriger liegen als bei einer vergleichbaren 34-jährigen
Patientin. Die Zahl der Fehlgeburten nimmt mit dem Alter der Frau zu. Wird dies
vom Paar akzeptiert, so gibt es keine Gründe, die IVF-Behandlung nur bei
Frauen
unter 38 Jahren durchzuführen.
Bei Frauen, die das vierzigste Lebensjahr bereits vollendet haben, ist keine
Kassenbeteiligung für die Kosten der In-vitro-Fertilisation vorgesehen.
Ähnlich ist die Lage bei Frauen nach Eileiterunterbindung (Sterilisation).