Qualitätsprogramme & Zertifizierung

Einen wichtigen Schritt zur Information der Patienten haben wir getan......

unsere Broschüre Kinderwunsch wurde als einzige der in Deutschland erhältlichen Broschüren zur Behandlung der ungewollten Kinderlosigkeit mit der Höchstnote „sehr gut“ bewertet und in den Patienteninformationsdienst, patienten-information.de, des ÄZQ aufgenommen.

Das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ), eine gemeinsame unabhängige Einrichtung der Bundesärztekammer und Bundes – KV, ist die maßgebende Stelle für Bewertungen von Patienteninformationen.
http://www.patienten-information.de/
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Die abschließende Gesamteinschätzung lautet:  Bewertung: 
sehr gute Qualität:
"Die Patientenbroschüre informiert ausführlich über die zur Zeit gültigen diagnostischen und therapeutischen Methoden bei ungewollter Kinderlosigkeit. Die Behandlungsempfehlungen sind dabei vorbildlich nach dem Grad der Verlässlichkeit/Qualität gekennzeichnet ( EbM, Evidenzbasierte Medizin). Sie bietet aktuelle Informationen zu ungewollter Kinderlosigkeit, zu den Behandlungen, zu den Erfolgen, den Risiken und den Belastungen."

Unser Webauftritt ist nach HON bewertet.
Der Inhalt ist nach den Vorgaben der Evidenzbasierten Medizin (=EbM) gestaltet.
Unser Anspruch ist die Vermittlung von abgesichertem Wissen, die "Evidenzbasierte Gesundheitsinformation".

Wir haben die HON - Bewertung erhalten.
Unser Webauftritts ist in MedHunt + Thanks HONcode unter http://www.hon.ch/cgi-bin/update.pl?HON12617 registriert: "This site subscribes to the Code of Conduct (HONcode) principles.
Description: The aim of the website is to inform patients and doctors about the diagnostic and therapeutic tools in infertility according to the principles of evidence-based medicine. All the information is given by medical professionals who are experts in the field and members of professionals organizations. Patients and doctors as well have the opportunity to enter our Evidence Based Medicine Forum."
Wir verpflichten uns zur Einhaltung der Qualitätskriterien der Health On the Net Foundation.

Was ist Qualität für uns? - UNSER VORGEHEN

Für die Form der Website, die Übersichtlichkeit, Navigation, Benutzerfreundlichkeit etc. ist die Bewertung durch HON, Check-In und MedCIRCLE anzustreben. Die Website berücksichtigt den >HON Code< (Qualitätskriterien der Health On the Net Foundation) und die revidierten DISCERN Kriterien (jetzt "Check-In") des ÄZQ= Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin, eine gemeinsame Einrichtung der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.
Eine für Patienten sehr gut geeignete Website zu Fragen der Qualität medizinischer Infos und deren Bewertung ist patienten-information.de des ÄZQ.
An der Erstellung der Informationen haben Patienten an allen Schritten mitgewirkt, es konnte und kann auch weiterhin öffentlich zu den Inhalten, zum Format, zur Navigation etc. Stellung genommen werden.Das alles zusammen ist zur Zeit bester Standard, aber für die Überprüfung des Inhalts der Gesundheitsinformation
NICHT geeignet.

BESTE QUALITÄT IST ABGESICHERTES WISSEN, nach den Vorgaben der Evidenzbasierten Medizin.
Wie wir an abgesicherte Informationen kommen, haben wir im Kapitel Literatursuche beschrieben.

Allgemeines zu Zertifizierung und Qualität
Was ist eine Zertifizierung?
Der Zertifizierungsvorgang ist eine Maßnahme durch einen unparteiischen Dritten. Zertifizierung soll möglichst zuverlässig belegen, dass die Qualitätsanforderungen an den "Produktionsprozess" erfüllt sind. Das Ergebnis ist das Zertifikat. Das Qualitätszertifikat nach DIN EN ISO 9001, 9002 oder 9003 ist eine internationale "Bescheinigung für die Befähigung des Unternehmens, effektiv und langfristig Qualität zu produzieren".
Zertifizierung schafft beim Kunden Vertrauen in die Qualitätsleistung des Unternehmens.

Was ist der Sinn, das Ziel eines Qualitätsprogrammes in der Medizin?
Qualitätsprogramme sollen die Qualität des Gesundheitswesens überprüfen und verbessern. Das Ziel ist der Patient; er soll einen Gesundheitsvorteil haben. Qualitätsprogramme müssen dazu dienen, dass der Patient die Krankheit erfolgreicher übersteht.

Bürgt die Zertifizierung nach DIN für Qualität in der Medizin?
Es ist sehr fraglich. "Quality accreditation programmes" mit Gutachtern von derartigen Institutionen sind in einigen Studien untersucht worden (Quelle Øvretveit). Die Wirksamkeit ist nicht bewiesen; denn "geprüfte Einrichtungen", die einmal als "schlecht" beurteilt worden waren, haben 3 Jahre später "gut" bekommen, ohne dass sie den Ablauf geändert hätten.
Kommentar: Solche Qualitäts/Zertifizierungs - Programme werden empfohlen ohne wissenschaftlich zuverlässige Beweise dafür, dass sie der beste Weg zur Qualitätsverbesserung sind und ohne Beweise der Effektivität. Man weiß nicht, ob man das Richtige tut, wenn man so prüft!!!

Die Kosten sind höher als die für BEHANDLUNG!

Was gibt es überhaupt für Programme, um Qualität in der Medizin zu messen?
Zu den Qualitätsprogrammen, die zumindest in einigen Studien untersucht wurden, gehören:

  • a. Solche für ganze Organisationen, wie Krankenhaus - Qualitätsprogramme
  • b. Teams aus vielen Organisationen, "collaborative programmes"
  • c. Externe Gutachter von Institutionen, "quality accreditation programmes" wie DIN
  • d. Programme zur Veränderung des Verhaltens in der praktischen Arbeit , an medizinischen Leitlinien orientierte Programme
  • e. Nationale oder regionale Qualitätsinitiativen und Strategien

Insgesamt gibt es sehr wenige zuverlässige Untersuchungen, die dem Patienten sagen, das oder jenes ist besser.....
Die Wirksamkeit der Qualitätsprogramme von a bis d konnte bislang nicht nachgewiesen werden: Es kann sein, es kann auch nicht sein; zuverlässig weiß man es nicht.
Punkt "e" ist nach dem derzeitigen Kenntnisstand zu empfehlen: Die ausführliche Beschreibung des Informationsprozesses und der Strategien der Behandlung. Daran haben wir uns besonders in den Menüpunkten "Topwissen", "Behandlungsmöglichkeiten" und "Kinderwunsch - Broschüre"
orientiert.

Quellen:
John Øvretveit , David Gustafson. Using research to inform quality programmes. BMJ 2003;326:759-761
http://bmj.com/cgi/content/full/326/7392/759 Quality and Safety in Health Care 2002;11:270-5
David C. Hsia. Medicare Quality Improvement. Bad Apples or Bad Systems? Agency for Healthcare Research and Quality,
US Department of Health and Human Services, Rockville, Md. http://jama.ama-assn.org/issues/v289n3/ffull/jed20084.html
Ramos KD et al. Validation of the Fresno test of competence in evidence based medicine. BMJ 2003;326:319-321
http://bmj.com/cgi/content/full/326/7384/319
Wiedemann R, Börner PI et al. Was ist EbM und wie kann man sie optimal nutzen - Information für Interessierte. Entstanden
im Oktober 2002 unter Mitarbeit von Mitgliedern des Fachbereiches Patienteninformation im Deutschen Netzwerk
Evidenzbasierte Medizin e.V. (im Internet unter www.ebm-netzwerk.de/ebm_info_interessierte.pdf)
Wiedemann R, Börner PI. Hilfen bei der Evidenzgewinnung. 2001(im Internet unter www.datapharm-webmotion.de/ebm.html)
Wiedemann R et al. Krankmacher Lebensstil. 2005. conkom Verlag, ISBN 3-00-017436-2. 70771 Leinfelden Echterdingen T.: 0711 75 47 638
Börner PI.  Paradigmenwechsel in der postmenopausalen Hormonersatztherapie: Untersuchung zum Einfluss unterschiedlicher Evidenzquellen. VTS-Veröffentlichung 11.01.06