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Vorgeburtliche Diagnostik
Wer schwanger ist, beschäftigt
sich mit den vorgeburtlichen Untersuchungsmethoden. Wir haben
die Literatur nach abgesichertem Wissen durchsucht und stellen
Ihnen dies auf aktuellem Stand zur Verfügung.
Zur vorgeburtlichen Diagnostik zählen invasive Methoden
wie die Fruchtwasserpunktion und die Chorionzottenentnahme
und nicht invasive Methoden wie spezielle
Ultraschalluntersuchungen und die Bestimmung von Blutwerten
bei der Mutter. Der Unterschied liegt in der Zuverlässigkeit
und der Komplikationsrate.
- Bei ca 2% der Schwangeren (2 von 100) werden über
Ultraschall kindliche Auffälligkeiten erkannt. Das
sind zwischen 40 und 60% aller vorliegenden Fehlbildungen.
- Ein Spezialist mit technisch sehr guter Ausstattung erreicht
eine höhere Trefferquote (Evidenzklasse Ib).
- Schwere Fehlbildungen (Gehirnanlagefehler, Anencephalus,
offener Rücken in ausgeprägter Form) werden fast
zu 100% erkannt.
- Kinder mit Trisomie 21 (Down, "Mongolismus")
werden ca. bei einer von 1000 Geburten geboren (6,2 pro
10.000 Geburten, Evidenzklasse II).
Die Folgerung einer großen Übersichtsarbeit lautet,
dass man allen Schwangeren die Blut- und Ultraschalluntersuchung
auf ein Down-Syndrom („mongoloides Kind“) anbieten
soll.
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