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16 Vorgeburtliche Diagnostik

Wer schwanger ist, beschäftigt sich mit den vorgeburtlichen Untersuchungsmethoden. Wir haben die Literatur nach abgesichertem Wissen durchsucht und stellen Ihnen dies auf aktuellem Stand zur Verfügung.


Zur vorgeburtlichen Diagnostik zählen invasive Methoden wie die Fruchtwasserpunktion und die Chorionzottenentnahme und nicht invasive Methoden wie spezielle Ultraschalluntersuchungen und die Bestimmung von Blutwerten bei der Mutter. Der Unterschied liegt in der Zuverlässigkeit und der Komplikationsrate.

 

  • Bei ca 2% der Schwangeren (2 von 100) werden über Ultraschall kindliche Auffälligkeiten erkannt. Das sind zwischen 40 und 60% aller vorliegenden Fehlbildungen.
  • Ein Spezialist mit technisch sehr guter Ausstattung erreicht eine höhere Trefferquote (Evidenzklasse Ib).
  • Schwere Fehlbildungen (Gehirnanlagefehler, Anencephalus, offener Rücken in ausgeprägter Form) werden fast zu 100% erkannt.
  • Kinder mit Trisomie 21 (Down, "Mongolismus") werden ca. bei einer von 1000 Geburten geboren (6,2 pro 10.000 Geburten, Evidenzklasse II).

 

Die Folgerung einer großen Übersichtsarbeit lautet, dass man allen Schwangeren die Blut- und Ultraschalluntersuchung auf ein Down-Syndrom („mongoloides Kind“) anbieten soll.


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