Überwachung des Zyklus (Zyklusmonitoring)

Beim Zyklusmonitoring wird der Zeitpunkt des Eisprungs möglichst genau bestimmt. Durch Ultraschalluntersuchungen lässt sich dabei feststellen, auf welchem Eierstock sich ein Eibläschen bildet und wie groß dieser Follikel ist. Bei einem am 13. Tag zu erwartenden Eisprung startet die Überwachung beispielsweise am 11. Zyklustag. Parallel zur Ultraschalluntersuchung können Urin- und/oder Blutuntersuchungen eingesetzt werden. Über den Anstieg des Hormons LH lässt sich auf Stunden genau festlegen, wann der Eisprung zu erwarten ist.

Ultraschallaufnahme von zwei Eibläschen (Follikel) im Eierstock.

Ultraschallaufnahme von zwei Eibläschen (Follikel) im Eierstock.

Es wird entschieden, ob der Geschlechtsverkehr oder eine Behandlung wie die Insemination angeschlossen werden. Eine zu starke Fixierung auf einen bestimmten Zeitpunkt (Verkehr auf Befehl) ist nicht erforderlich, dies kann belasten. Man wird dem Ehepaar lediglich mitteilen, wo die günstigsten Tage der Empfängnis liegen. Verkehr genau auf die Minute hin ist nicht erforderlich, da Ei- und Samenzellen längere Zeit im Körper überleben können und auch befruchtungsfähig sind.

Die Methode der Zyklusüberwachung dient dazu, der Patientin mitzuteilen, wann der Eisprung erfolgen wird und wann in etwa der günstigste Zeitpunkt für den Verkehr gegeben ist. Ob die Eizelle dann in den Eileiter gelangt und ob die Samenzellen zu einer Befruchtung führen, lässt sich nicht voraussagen. Ebenso wenig ist vorab zu klären, ob eine eventuell befruchtete Eizelle in die Gebärmutter gelangt und dort zur Schwangerschaft führt.

Zuverlässige Zahlen über den Erfolg dieser Behandlungen liegen nicht vor. Es ist fraglich, ob bei Frauen mit normaler Zykluslänge (28 Tage) mit dem Zyklusmonitoring überhaupt die Chancen erhöht werden. – Denkbar bei niedriger Frequenz des Geschlechtsverkehrs.

Die Methode ist über einen längeren Zeitraum nur anzuwenden, wenn man weiß, dass die Eileiter durchgängig sind und sich Samenzellen und Eizelle auf normalem Weg treffen können. Mit dem Zyklusmonitoring kann man eine Erfolgschance von maximal 5 (–10 %) pro Zyklus (Monat) erwarten. Die Chancen hängen maßgeblich vom Alter der Frau und auch von der Kinderwunschdauer ab. Bei Frauen über 35 Jahren und/oder einer Kinderwunschdauer von zwei Jahren oder mehr bringt Zyklusmonitoring längerfristig keine optimalen Behandlungserfolge.

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Letzte Aktualisierung: 20. September 2017