Echokardiographie

Während ausgeprägte körperliche Fehlbildungen bereits vor der 20. SSW erkennbar sind, ist der beste Zeitraum für eine vollständige fetale Echokardiographie die 19. – 22. SSW, also der Zeitraum, in dem auch der Organ-Ultraschall vorzugsweise durchgeführt wird.

Durch die Verbesserung der Geräte und die zunehmende Qualifizierung der untersuchenden Ärzte, ist eine Beurteilung des kindlichen Herzens auch bereits zum früheren Zeitpunkt möglich.

Die endgültige Beurteilung des Herzens, seiner Funktion und der Blutflüsse, erfolgt jedoch erst zwischen der 19. u. 22. SSW. Im letzten Schwangerschaftsdrittel ist die Diagnostik häufig durch die ungünstige Lage des Kindes sowie durch die schlechtere Schalldurchlässigkeit der Rippen eingeschränkt.

Ziele einer umfassenden fetalen Echokardiographie ist die Beurteilung und Darstellung von:

  • Symmetrie, Lage und Größe des Herzens
  • Anatomie der Herzkammern und Vorhöfe
  • Funktion der Herzklappen
  • Lage der großen arteriellen und venösen Gefäße.

Durch zusätzliche Anwendung der farbkodierten Doppler-Sonographie lassen sich weitere Details im fetalen Herzen darstellen, was die Aussage über die Funktion der Herzkammern, der Herzscheidewände, der Blutflüsse im Herzen sowie in den großen arteriellen und venösen Gefäßen ermöglicht.

Es gibt jedoch auch Fehlbildungen des Herzens, die zum oben angeführten Untersuchungszeitpunkt nicht diagnostizierbar sind und erst später in Erscheinung treten können (Hypoplastisches-Links/Herz-Syndrom). Eine Wiederholung der echokardiographischen Untersuchung im 3. Trimenon ist dann empfehlenswert.

Die Indikationen zur fetalen Echokardiographie ergeben sich bei Auffälligkeiten in früheren Untersuchungen, auffälliger Anamnese (Vorgeschichte) oder bei Auftreten von Herzrhythmusstörungen beim Feten. Da auch Herzfehler in Kombination mit Chromosomenstörungen oder genetischen Syndromen auftreten können, bieten wir bei Auffälligkeiten des kindlichen Herzens eine Abklärung der kindlichen Chromosomen an. Wird ein kindlicher Herzfehler festgestellt, empfehlen wir der Patientin eine Vorstellung beim Kinderkardiologen, der den erhobenen Verdacht überprüft und mit den Eltern das weitere Vorgehen, insbesondere nach der Geburt des Kindes bespricht.

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Letzte Aktualisierung: 09. März 2017