Risikoschwangerschaften

Ein weiterer Schwerpunkt der Praxisklinik Frauenstraße ist die Betreuung von Risikoschwangerschaften, insbesondere nach vorausgegangen Fehl- und Frühgeburten, sowie die Betreuung von Mehrlingsschwangerschaften.

Die Schwangerschaft ist eine Zeit der Vorfreude und Pläne, aber auch der Zweifel und Sorgen. Die größte Sorge aller werdenden Mütter ist natürlich, ob es ihrem Kind gut geht und ob es gesund zur Welt kommt. Die meisten Schwangerschaften verlaufen heutzutage problemlos. Eine normale Schwangerschaft dauert ca. 40 Wochen. Jede Geburt vor Erreichung von 37 Schwangerschaftswochen wird als Frühgeburt bezeichnet.

Besonders problematisch ist eine Frühgeburt vor Erreichen von 32 Wochen, da auf Grund der Unreife ein mitunter hohes Risiko für Gesundheits- und Entwicklungsstörungen besteht.

Durch die regelmäßigen, ggf. auch intensivierten Vorsorgeuntersuchungen sind die Chancen, ein gesundes Baby zu bekommen, so groß wie nie zuvor, weil Störungen des normalen Schwangerschaftsverlaufs meist frühzeitig erkannt werden können. Die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt in der Schwangerschaft liegt auf Grund der guten ärztlichen Vorsorge heute bei 7-8 %.

Ausgelöst werden diese Frühgeburten zu einem großen Teil durch Infektionen der Scheide und Gebärmutter. Diese können unbemerkt verlaufen und zu vorzeitigen Wehen führen.

Durch intensive Kontrollen des Scheidenmilieus im Rahmen der Risiko-Sprechstunde und durch Selbstvorsorge können Infektionen, die sich durch einen steigenden pH-Wert der Scheide ankündigen, zum frühestmöglichen Zeitpunkt erkannt und ggf. behandelt werden. Die frühzeitige Behandlung verbessert die Chance, eine Frühgeburt zu vermeiden.

Eine enge Kooperation mit der Schwangeren-Ambulanz der Universitätsfrauenklinik Ulm und dem Kreißsaal der Universitätsfrauenklinik gewährleistet eine optimale Betreuung und Versorgung von Risikoschwangerschaften, insbesondere bei drohender Frühgeburt. Sollte sich diese nicht vermeiden lassen, kann es erforderlich und notwendig sein, die Lungenreife des Kindes durch eine spezielle medikamentöse Behandlung vor Geburt anzuregen.

 

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Letzte Aktualisierung: 09. März 2017